• Tage, wie Blätter still

    Oft halten sich Tage wie Blätter still,
    Der Himmel regnen nur regnen will.
    Als wären die Häuser ganz menschenleer,
    Es gehen die Menschen wie Schemen umher,
    Und einem Verliebten trauern die Ohren,
    Er horcht auf ein Lied hinterm Regen verloren.

    2009.11.01 / no responses / Category: Allgemein

  • So jedes Herz voll Arbeit liegt

    Vor einer Scheune singt die Säge,
    Und klingt ein Beil,
    Und hartes Scheitholz bricht und springt.
    Manchmal die Glock’ im Kirchturm spricht
    Und schiebt ein dröhnend Wort hinein.
    Sonst rührt sich nur im Sonnenschein
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    2009.11.01 / no responses / Category: Allgemein

  • Glühwurm im Gras

    Die Juninacht, sie hat’s entzündet,
    Und wie ein Blick, der dich ergründet,
    So liegt ein kleines Licht im Gras,
    Als flog es dir vom Herzen fort,
    Ein Liebeswort, das ungesprochen
    Und ungebrochen weiterglüht,
    Und lautlos müht sich dir zu nennen.
    Doch eh’ die reife Juninacht
    Zu End’ gedacht,
    Sollst du’s erkennen.

    2009.11.01 / no responses / Category: Allgemein

Über M. Dauthendey



Max Dauthendey, geboren am 25.07.1867 in Würzburg war ein freier impressionistischer Lyriker und Maler, dessen schriftstellerische Werke Motive des Jugenstils aufwiesen und von Farben und Tönen bestimmt wurden.

Als Kind eines wohlhabenden Kolonistenpaares beschäftigte er sich bereits ab 1873 aufgrund des frühen Todes seiner Mutter in frühen Jahren mit der Wort- und Malkunst.

Nach Auseinandersetzungen mit seinem Vater, der ihn als Nachfolger seines Photoateliers vorsah, zog es ihn ab 1891 als freischaffender Dichter und Maler nach Berlin und Paris.

Der vielreisende Dauthendey wurde schließlich nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs wegen seiner deutschen Staatsangehörigkeit während seines Aufenthaltes auf der Insel Java interniert, wo er noch vor Kriegsende am 29.08.1918 starb.

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