• Ein Augenblick hat da geglüht

    In einer blauen Hügelwelt
    Bei einer Amsel Sehnsuchtton
    Ein großes, grünes Roggenfeld,
    Und drinnen feuerroter Mohn.
    Wie ein Laternlein jede Blüt,
    Und brennen röter als der Tag.
    Ein Augenblick hat da geglüht,
    Der lang noch nicht erlöschen mag.

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  • Hülle dich in meine Hände

    Bleibt das Licht nicht mehr Begleiter,
    Dunkelheit bringt keine Binde,
    Meine Hände leuchten weiter,
    Glühend meinen Weg ich finde.
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  • Sommerwind

    Sommerwind durch die Felder rennt,
    Heupferdchen springt, die Sonne brennt.
    Mittag schlug’s auf der Dorfkirch schon,
    Der Stunden Wege niemand kennt,
    Das Herz läuft mit dem Wind davon.

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Über M. Dauthendey



Max Dauthendey, geboren am 25.07.1867 in Würzburg war ein freier impressionistischer Lyriker und Maler, dessen schriftstellerische Werke Motive des Jugenstils aufwiesen und von Farben und Tönen bestimmt wurden.

Als Kind eines wohlhabenden Kolonistenpaares beschäftigte er sich bereits ab 1873 aufgrund des frühen Todes seiner Mutter in frühen Jahren mit der Wort- und Malkunst.

Nach Auseinandersetzungen mit seinem Vater, der ihn als Nachfolger seines Photoateliers vorsah, zog es ihn ab 1891 als freischaffender Dichter und Maler nach Berlin und Paris.

Der vielreisende Dauthendey wurde schließlich nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs wegen seiner deutschen Staatsangehörigkeit während seines Aufenthaltes auf der Insel Java interniert, wo er noch vor Kriegsende am 29.08.1918 starb.

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